"KULTUR aus AFRIKA mit dem MOKOLÈ-Chor - für GERECHTEN HANDEL mit AFRIKA"

Mit politischen Schlaglichtern wollen wir über die bevorstehenden neuen Handelsabkommen der EU mit Afrika (EPA) und über ihre negativen Auswirkungen auf die afrikanische Bevölkerung informieren. Umrahmt werden die Schlaglichter musikalisch von Mokolé, dem Afrikachor aus Heidelberg, der mit Rhythmen und Choreographie begeistert.

Im Sommer 2014 haben 16 westafrikanische und 6 Staaten des südlichen Afrika Wirtschaftspartnerschaftsabkommen sog. EPAs (Economic Partnerschip Agreement) mit der EU vereinbart. Tatsächlich handelt es sich um den Abbau von Zöllen für Waren aus der EU - auf Druck von multinationalen europäischen Konzernen. Dies bedeutet für die afrikanischen Staaten eine weitere Einschränkung eigene Handelspolitik zu betreiben und einen Verlust an Staatseinnahmen durch den Wegfall der Zölle

An den Ausgaben des Entwicklungsfonds für die afrikanischen Länder ändert sich nichts. Was sich aber verschlechtert, sind die Möglichkeiten einer regionalen Entwicklung und Integration durch eine Überflutung des afrikanischen Marktes mit subventionierten landwirtschaftlichen und industriellen Produkten aus der EU, die weitaus wettbewerbsfähiger sind. Weitere Liberalisierungen sollen sich in der Folge auf Dienstleistungen, öffentliche Aufträge etc. ausdehnen. Mit zunehmender Arbeitslosigkeit und einer schlechteren Zukunfts- und Lebensperspektive, sowie dem prognostizierten Klimawandel, der diese Regionen besonders hart treffen wird, steht eine massive Migration zu befürchten.

Viele afrikanische Staaten sind zwar reich an Bodenschätzen aber arm an Infrastruktur. Arbeitsbedingungen, Bildung, Gesundheitswesen etc. lassen zu wünschen übrig. Mit diesen Rohstoffen wird im reichen Norden sehr viel Geld verdient aber bei der Lieferkettenverantwortung wird gekniffen. Damit wir saubere Autos mit KAT fahren können, müssen Arbeiter in Südafrika unter erbärmlichsten Bedingungen Platin aus der Erde holen.

Die politischen Schlaglichter sind knallharte Fakten, die umrahmt werden von afrikanischer Musik, Rhythmus und Choreographie, von Lebensfreude und Hoffnung, die Herz und Seele berührt. Informieren, Zuhören und Nachdenken. Wir wollen SIE erreichen, der/die nicht nur Kultur konsumiert, sondern besser informiert, anders, bewusster konsumiert, sich auch für bessere Lebensbedingungen durch gerechten Welthandel einsetzt und als MultiplikatorIn diese Erkenntnisse weitergibt.

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