Umweltteam

  

Schöpfung bewahren - glaubwürdig, transparent und nachprüfbar vom Reden zum Tun

Die Luthergemeinde hat bereits 2006 beschlossen, sich auf den Weg zur Umweltzertifizierung „Grüner Gockel“ der Badischen Landeskirche zu begeben. Der Grüne Gockel erfüllt die Vorgaben des europäischen Öko-Audits EMAS, wobei einige Details an die Bedürfnisse von Kirchengemeinden angepasst wurden. Alle vier Jahre muss eine neue Zertifizierung erfolgen, Ende 2023 geschah dies zum 4. Mal.
In den Jahren dazwischen sind wir stehts bemüht den Umweltbericht und die Verbraucherzahlen aktuell zu halten. Somit gibt es jährlich eine Aktualisierung des Berichtes.
 
Unser Ziel ist es, mit vielen kleinen Schritten zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen. Dies erforderte über die Jahre hinweg immer wieder ein Nachjustieren im Hinblick auf die Probleme angesichts einer drohenden Klimakatastrophe und einer dramatischen Verschlechterung der Biodiversität,  aber auch im Hinblick auf die aktuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten im lokalen, kirchlichen und gemeindlichen Umfeld (Sanierungen, Bauvorhaben, Förderungen, etc.).
 
Dem widmet sich in der Luthergemeinde das Umweltteam mit derzeit sieben Mitgliedern. Zur Koordinierung der Aktivitäten trifft es sich ca. viermal im Jahr, um das generelle Vorgehen zu planen und entschlossen die gesetzten Ziele weiter zu verfolgen.
 
Derzeitige besondere Schwerpunkte sind neben der Einsparung von Verbräuchen (Energie, Wasser, Müll) die Biodiversität von Pfarrgarten und Kirchhof, die Öffentlichkeitsarbeit, z.B. bei Gottesdiensten und Veranstaltungen, sowie die Sicherstellung einer ökofairen Beschaffung.
Der aktuelle Umweltbericht mit allen Facetten der Arbeit und die Fortschreibungen der jeweils ermittelten Erfolge und Verbrauchszahlen sind nebenstehend verlinkt.
 
  
Hier finden Sie den Umweltbericht der Luthergemeinde 2023
  
  
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Umweltzertifikat 2023
  
Beschaffung ökologisch und aus fairem Handel
Seit 2007 gilt in der Luthergemeinde der Beschluss: "Der Ältestenkreis der Evangelischen Luthergemeinde beschließt, dass bei Veranstaltungen, zu denen die Gemeinde einlädt, ausschließlich Kaffee aus Quellen des Fairen Handels mit dem Transfair-Siegel ausgeschenkt wird.
Die Gemeinde möchte damit einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit im Welthandel leisten und ein Zeichen gegenüber der lokalen Öffentlichkeit setzen."
Mit der Beschaffungsleitlinie verpflichtete sich die Gemeinde grundsätzlich zu möglichst öko-fairem Einkaufsverhalten.
  
Heimische Pflanzen stärken
Wer heimische Gehölze schützt und pflanzt ermöglicht eine artenreiche Lebensgemeinschaft. Die LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg unterstützt bei der Auswahl von standortgerechtem Pflanzgut mit der veröffentlichten Publikation "Gebietseigene Gehölze in Baden-Württemberg - Vorkommensgebiete, Erntebestände und Empfehlungen zu geeigneten Arten." (PDF rechts).
 
ln der Vergangenheit haben Pflanzungen von gebietsfremden Arten die ursprüngliche Gemeinschaften stark verändert. Ein Beispiel dafür ist die Spätblühende Traubenkirsche, sie stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie hat das Ökosystem unserer Auen stark beeinflusst. Diese Pflanze ist konkurrenzstark, und kann gebietsansässige Pflanzen wie die heimische Traubenkirsche oder junge Eichen verdrängen. Das hat Auswirkung auf die biologische Vielfalt, Leistungs- und Regenerationsfähigkeit der Auenlandschaft. Zahlreiche lnsektenarten sind auf die heimische Traubenkirsche und Eichen angewiesen.
 
Für die Stadt-Karlsruhe, und damit auch für ihren eigenen Stadtgarten, werden auf Seite 89 die folgenden Arten stark empfohlen: 
FAh - Feld-Ahorn, Maßholder (Acer campestre)
SEr - Alnus glutinosa (Schwarz-Erle)
Bi - Hänge-Birke (Betula pendula)
Hb - Hainbuche (Carpinus betulus)
Hri - Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)
Ha - Gewöhnliche Hasel (Corylus avellana)
Pf - Gewöhnl. Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)
Es - Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior)
Lig - Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare)
ZP - Zitterpappel, Espe (Populus tremula)
VKi - Vogel-Kirsche (Prunus avium)
Sc - Schlehe (Prunus spinosa)
TEi - Trauben-Eiche (Quercus petraea)
SEi - Stiel-Eiche (Quercus robur)
HRo - Echte Hunds-Rose (Rosa canina inkl. R. subcanina)
SiW - Silber-Weide (Salix alba)
SaW - Sal-Weide (Salix caprea)
PW - Purpur-Weide (Salix purpurea)
FW - Fahl-Weide (Salix rubens)
FUI - Feld-Ulme (Ulmus minor)
GS - Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus)
 
Auch wir möchten auf unserem Kirchhof gebietstreue neue Bäume pflanzen und orientieren uns dabei an den Vorschlägen der Broschüre. Uns schwebt eine langlebige, keine hoch-allergene Art vor und jene die den invasiven Ameisen schmecken am Besten auch nicht.
 
Die Legende für die Baumkürzel beginnt auf Seite 135.
Die einzelnen Gehölze sind ab Seite 28 beschrieben.
  
Pflanzempfehlungen Baden-Württemberg
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Umgang mit der Ameise
Wer ist die invasive Ameise?
 
Die große Drüsenameise oder auch Tapinoma magnum ist eine invasive Ameisenart, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt. Sie breitet sich, bedingt durch den Klimawandel, in Deutschland aus und bildet riesige Kolonien mit mehreren Nestern. Durch ihre Größe und Platzanspruch kann sie heimische Ameisenarten verdrängen  und sich schnell in Gärten, Parks und Siedlungen ausbreiten. 
Wichtig dabei zu beachten ist, dass es sich dabei um eine ganz eigene Tierart handelt, weshalb die große Drüsenameise unsere heimischen Arten verdrängen kann, daher kommt der Zusatz "invasiv".
Um zu erkennen, ob es sich um große Drüsenameise handelt, zerreibt man eine zwischen den Fingern. Diese Ameisenart riecht sehr streng, unsere einheimischen Ameisenarten nicht.
 
Warum stellt sie ein ökologisches Problem dar?
 
Die Tapinoma magnum verdrängt einheimische Ameisenarten und verändert dadurch das natürliche Gleichgewicht von Ökosystemen. Durch ihre großen Kolonien kann sie außerdem Schäden an Wegen, Pflasterflächen und technischen Anlagen verursachen. Ihre schnelle Ausbreitung macht eine frühzeitige Erkennung und Bekämpfung besonders wichtig.
 
Unser Umgang mit dem Befall am Kirchengelände
 
Auf unserem Kirchhof und Pfarrgarten wird der Befall mit verschiedenen Maßnahmen und freiwilligen Helfern bekämpft. Zum Einsatz kommen Kieselgur sowie eine Heißwasserbehandlung, um die Ameisen möglichst umweltschonend einzudämmen. Außerdem soll die Locksteinmethode angewandt werden, die derzeit wissenschaftlich untersucht wird, sowie lokale Bekämpfungsmethoden der Ameisenstraßen. Begleitend wurde ein Forschungsprojekt durchgeführt in Kooperation mit dem Naturkundemuseum und der PH Karlsruhe, bei dem das Verhalten der Ameisen beobachtet und die Wirksamkeit der verschiedenen Bekämpfungsmaßnahmen untersucht wurden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, den Umgang mit dieser invasiven Ameisenart besser zu verstehen.
 
Was Sie tun können
  • Gebiet sauber halten von (süßen) Essensresten
  • Ritzen und löchrige Mauerfugen kurzfristig mit Vaseline verschließen, langfristig verfugen
  • Ameisenstraßen mit Kieselgur behandeln, aber Achtung beim Umgang mit diesem feinen Staub!
  • Pflanztöpfe komplett bedeckt über Nacht in mit Spühlmittel (2-3 Tropfen) versetztem Wasser stellen
  • Mit einer Schaufel und Besen die Tiere in Spülmittelwasser geben. Nach einem Tag das Wasser abschütten und den Rest in die Restmülltonne entsorgen
  • Nester mit Heißwasser behandeln
Der Erfolg ist am größten, wenn man regelmäßig bekämpft.
Nicht vergessen, auf die Art zu prüfen, die große Drüsenameise ist an ihrem penetranten Geruch beim zerreiben zu erkennen.
Denn ihre Gartenbewohnenden Ameisen könnten auch die einheimischen sein, die nützlich und wichtig für ein funktionierendes Ökosystem sind.
 
Sie können auch unser Team unterstützen:
 
Unterstützung des "KärcherTeams"
Die Kolonien sind nicht nur auf unserem Kirchhof zu finden, sie besiedeln bereits mehrere Straßen der Karlsruher Oststadt. Wir können Unterstützung für die Ehrenamtlichen gebrauchen und freuen uns über jede helfende Hand! 
Sie können sich gern beim Umweltteam unter umweltteam@luthergemeinde.info oder direkt im Pfarrbüro (0721 / 698345) bei uns melden.
  
Haben Sie Lust, in unserem Team mitzuwirken?
... dann bitte melden unter umweltteam@luthergemeinde.info
  

Veranstaltungen zu Umweltthemen

im Rahmen des Lutherforums

21.10.2026 Vortrag Prof. Dr. Ulrich Smeddinck 
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Im Rahmen des Lutherforums findet am Mittwoch den 21.10 um 20 Uhr ein Vortrag zu "Atommüll-Endlager - blühende Landschaft?" von Dr. Smeddinck statt. 
Themen sind:
  • (Finanzieller) Ausgleich für die betroffene Region
  • Wo das Endlager für Atommüll angesiedelt wird, soll es eine Förderung der Regionalentwicklung geben
  • Grundlage sind die Ideen und Konzepte der Betroffenen
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und das spannende Thema!
Veranstaltungsort jeweils Luthersaal, Eingang Melanchthonstraße
 
  
Weitere Termine werden bald aktualisiert